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Der Begriff Karpaltunnelsyndrom
bezeichnet eine krankhafte Einengung des Nervus medianus im
Handwurzelbereich. Quer über das Handgelenk zieht ein breites,
dickes Band: das quere Handgelenksband. Dieses Band bildet zusammen
mit den Handwurzelknochen den Karpaltunnel. In diesem verlaufen die
Sehnen, die für die Beugung der Finger verantwortlich sind und der
Nervus medianus (Mittelnerv).
Beim Karpaltunnelsyndrom ist es in diesem Tunnel durch
Gewebeschwellung, mechanische Überlastung, Entzündungsprozesse oder
durch Allgemeinerkrankungen zu eng geworden und der Nerv wird
geschädigt.
Ein typisches Symptom zu Beginn der Krankheit sind nächtlich
auftretende Schmerzen oder Missempfindungen (vergleichbar mit dem
beim Einschlafen eines Körperteiles auftretendem Kribbeln), die von
der Hand in den gesamten Arm einstrahlen können. Weiter wird über
Beschwerden während und nach Belastung, beispielsweise körperlicher
Arbeit oder Fahrrad fahren berichtet. Bei fortgeschrittenem
Krankheitsverlauf klagen
Patienten
auch über nächtliche Schmerzen ohne erkennbare Ursache. Schließlich
treten die Beschwerden zusätzlich tagsüber auf. Die zunehmende
Einengung von Nervenfasern im Karpaltunnel führt zu einem
Muskelschwund in der durch den Nervus medianus versorgten
Handmuskulatur, welche im Bereich des Daumenballens deutlich
sichtbar wird. Beim fortschreiteten der Nervenschädigung kommt es
zu einer Minderung des Tastgefühls und Zunahme der Schwäche der
Handmuskulatur und dadurch zu einer Behinderung. In diesem Stadium
lässt sich allerdings beobachten, dass die Schmerzen nachlassen, da
nun auch die Schmerzfasern zerstört werden.
Die erfolgversprechendste therapeutische Behandlung bei einer
solchen Erkrankung ist ein operativer Eingriff, bei dem das quer
velaufende Band durchtrennt wird. Das hat die die Folge, dass sich
Nerv und Sehnen wieder erholen können. Der Therapieerfolg hängt
jedoch im wesentlichen von der Dauer und dem Ausmaß der bisherigen
Nervschädigung ab.
Die Dupuytrensche Krankheit (auch
Morbus Dupuytren) ist eine Erkrankung des Bindegewebes in der
Handinnenfläche. Über 170 Jahre sind vergangen, seit Baron
Guillaume Dupuytren (1777-1835) die nach ihm benannte Erkrankung
1832 in Paris vorstellte, jedoch konnte die auslösende Ursache bis
heute nicht gefunden werden.
Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten von Knoten
oder verhärteten Strängen an der Innenfläche der Hand.
In den meisten Fällen sind der vierte oder fünfte Fingerstrahl
betroffen. Ein über mehrere Jahre dauernder, schubweiser
Krankheitsverlauf ist typisch. Der normale Verlauf der
Dupuytrenschen Kontraktur kennzeichnet sich durch die zunächst
tastbaren, knotigen oder strangartigen Verhärtungen. Diese können
über einen Zeitraum von etwa 5 - 6 Jahren unverändert bleiben.
Schließlich kommt es jedoch durch die an den Strängen einsetzenden
Schrumpfungsprozesse zu einer Verkürzung der Bindegewebsfasern der
Handinnenfläche.
Die Folge ist meist eine Fingerkontraktur. In der Regel wird erst
in dieser Phase der Erkrankung an eine Operation gedacht.
Digitus saltans (Schnellende Finger)
Es handelt sich um ein häufiges
Krankheitsbild im Bereich der Hand, verbunden mit einem
schmerzhaften Schnapp-Phänomen eines oder mehrerer Finger. Meist
ist der Daumen betroffen, es folgen der Mittelfinger und dann die
übrigen Langfinger. Sehnenscheiden umkleiden Beuge- und
Strecksehnen an Händen und Handgelenken, Füßen und Fußgelenken. Die
Sehnen sind kräftige, faserige Bänder, die am Arm die Muskulatur
des Unterarmes mit den Knochen von Handwurzel, Mittelhand und
Fingern verbinden. Dieses "Muskel-Sehnen-System" ermöglicht ein
Strecken und Beugen des Handgelenkes und der Finger. Die Sehnen
gleiten durch eine Schutzhülle, die sog. Sehnenscheide, diese
besteht aus einer kräftigen äußeren und einer sehr zarten inneren
Schicht (Synovialis). Die Synovialis hat die Aufgabe, beim Gleiten
der Beuge- und Strecksehnen Reibung zu verhindern.
Um die Beugesehnen im körperfernen Hohlhand- und Fingerbereich beim
aktiven Beugen an den Knochen zu fixieren und ein Abheben zu
vermeiden, gibt es an mehreren Stellen so genannte Ring- und Kreuzbänder.
Der schnellende Finger wird häufig verursacht durch eine
entzündliche Einengung der Sehnenscheide, in der Regel im Bereich
des Ringbandes A1 knapp körpernahe der Finger-grundgelenke. Auch
eine Verdickung der Sehnen kann ein Schnapp-Phänomen mit
sich bringen. Bei Entzündungen kann die Synovialis der
Sehnenscheiden erheblich anschwellen, sodass die Sehne nicht mehr
oder nur sehr erschwert in der Lage ist, zu gleiten. Man kann dann ein
Reiben und in fortgeschrittenen Stadien ein Schnappen tasten.
Bei kräftiger Beugung von Daumen oder Langfingern wird der
verdickte Teil der Beugesehne durch den engen Teil der
Sehnenscheide (Ringband) körperwärts gezogen, das Passieren der
Enge ist oft von einem schmerzhaften Schnappen begleitet. Der
verdickte Sehnenanteil bleibt nun vor der Engstelle (Ringband)
liegen, der Finger ist blockiert in Beugestellung und kann nur
gegen einen stärkeren Schmerz und verbunden mit einem erneuten
Schnappen wieder zurückgleiten. Häufig muß der Patient die gesunde
Hand zu Hilfe nehmen, um den betroffenen Finger passiv zu
strecken.
Osteosynthese-Materialentnahme
Unter Osteosynthese versteht man
die operative Versorgung von Knochenbrüchen und anderen
Knochenverletzungen (z.B. nach Entzündungen) mit verschiedenen
Metallteilen.
Durch das Anbringen von Schrauben, Metallplatten, Drähten oder
Nägeln werden die Bruchenden in einer Position gehalten, die den
Knochen ohne Versatz oder Verschiebung wieder zusammenwachsen
lässt. Dabei kann der Knochen von außen z.B. durch Metallplatten
und Schrauben, oder von innen durch einen in das Innere des
Knochens eingebrachten Marknagel geschient werden. Wesentlicher
Vorteil im Vergleich zur Gipsbehandlung ist die deutlich frühere
Beübung und sogar Belastbarkeit des Knochens.
Wenn der Knochen vollständig verheilt ist, haben die
Metallimplantate ihren Zweck erfüllt und können wieder entfernt
werden. Der damit verbundene kleine Eingriff kann in vielen Fällen
ambulant erfolgen.
In der Medizin spricht man von
einer Punktion beim gezielten Setzen einer Nadel oder eines anderen
spitzen, chirurgischen Instrumentes. Eine solche Punktion erfolgt
meist zur Entnahme von Körperflüssigkeiten, z.B. um einen Abfluß zu
schaffen bei krankhaften Flüssigkeitsansammlungen (in Gelenken wie
Knie oder Ellenbogen) oder bei großen Abszessen mit
Eiteransammlung. Einige Organe sind durch ihre günstige Lage
einfacher zu punktieren (Haut, Leber), bei anderen besteht wegen
der Gefahr der Verletzung benachbarter Organe ein größeres Risiko
(Gallenblase, Darm, Milz). Zur gezielten Punktion tiefer gelegener
oder schwer erreichbarer Organe bietet sich die Zuhilfenahme von
bildgebenden Verfahren wie Ultraschall (Sonografie) an.
Dieses Verfahren findet durch unsere positiven Erfahrungen in der
Praxis immer häufigere Anwendung.